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Mal schnell ein Museum auf der anderen Seite der Welt erkunden? Oder Vincent van Goghs „Sonnenblumen“ aus der Nähe und in voller Größe betrachten? Die Webanwendung und die App von „Google Arts & Culture“ bieten virtuelle Rundgänge durch Galerien und Kunstwerke an – ganz einfach vom Klassenzimmer aus.

Was ist „Google Arts & Culture”?

„Google Arts & Culture“ ist eine Webanwendung bzw. kostenlose App (Android/iOS) für Smartphone und Tablet von Google. Im Fokus von „Google Arts & Culture“ steht die Möglichkeit, Kunstwerke in außergewöhnlicher Detailtreue digital zu erkunden und virtuelle 360-Grad-Rundgänge durch verschiedene Kunstgalerien der Welt zu unternehmen. Daneben sind einige von Google kuratierte Online-Ausstellungen zu Künstlern und Gemälden, bspw. Vincent van Gogh, zu finden, die Schritt für Schritt das Kunstwerk und seinen Künstler auf spannende Weise beleuchten.

Wie kann „Google Arts & Culture” im Kunstunterricht eingesetzt werden?

Für den Kunstunterricht ergeben sich mit „Google Arts & Culture” ergänzend zum Unterrichtsgeschehen vielfältige Möglichkeiten der Umsetzungen. Das umfangreiche Kunst- und Kulturangebot eignet sich als (spielerischen) Zugang in die Bildbetrachtung, zum Aufbau von Faktenwissen, als Vorbereitung auf einen Museumsbesuch und zum Einüben der Vorgehensweise von Bildbetrachtungen.

Für die Unterstufe 5/6 kann im Lernbereich „Gestalten mit Farbe“ das Tool „Beim Entdecken von Farben leiten lassen“ Anwendung finden. Nachdem die Schülerinnen und Schüler bereits praktische Aufgaben zum Mischen von Farben, Begriffe der Farblehre und des Farbkreises im Unterricht besprochen haben, können sie mit „Google Arts & Culture” in Kunstwerken die Ausdrucksqualität und Symbolik der Farbe und/oder Kontraste virtuell entdecken. Hierzu wählen sie sich eine Farbe in der Leiste aus und entsprechend wird eine Vielzahl an Kunstwerken verschiedener Epochen und Stile angezeigt. Gegebenenfalls können an dieser Stelle im Unterricht spezifische Bezüge zu den Gestaltungsprinzipien des Expressionismus mit ausgewählten Werken hergestellt werden.

Für die Mittel- und Oberstufe eignet sich insbesondere das Tool „Geschichten“. Hier unterstützt „Google Arts & Culture“ den/die Betracher/in mit zusätzlichen textlichen Informationen zu Bild und Künstler und lenkt den Blick auf Besonderheiten im Bild, wie z.B. versteckte Signaturen, Vorzeichnungen oder Farbauftrag. Der Bildausschnitt wird schrittweise gelenkt, so dass sich der Blick des Betrachters währenddessen nicht verliert und die hochauflösenden Details in Ruhe betrachtet werden können. Diese von Google kuratierten „Geschichten“ böten sich als Vorbereitung für Künstler-Referate oder zur Vertiefung zum Unterrichtsgeschehen an.

Zusätzlich steht bei einer Vielzahl an Kunstwerken Augmented Reality zur Verfügung, sodass die Werke auch dreidimensional und in tatsächlicher Größe im Klassenzimmer oder zuhause erkundet werden können.

Neben Augmented Reality unterstützt „Google Arts & Culture“ auch Virtual Reality und lässt den virtuellen Rundgang durch Kunstgalerien noch lebendiger wirken. Vor einem tatsächlichen Museumsbesuch können so unter anderem mit jüngeren Schülerinnen und Schüler bestimmte Verhaltensregeln eingeübt werden oder mit Mittel- und Oberstufe ein Museumsrundgang arbeitsteilig mit Referaten vor Ort vorbereitet werden.

Was muss ich als Lehrkraft beachten?

  • Die Anwendung läuft werbefrei als Webanwendung auf einem Computer oder als kostenlose App hochauflösend auf einem Smartphone oder einem Tablet.
  • Der Vorteil von “Google Arts & Culture” ist das riesige Portfolio und die zahlreichen Such- und Filterfunktionen. Gleichsam lässt diese Vielzahl an Tools und Angeboten leicht den Überblick verlieren. Um die Speicherfunktion von Kunstwerke, Künstler und Online-Ausstellungen verwenden zu können, ist eine kostenlose Registrierung via Google notwendig. Die Anmeldung ist aber nicht zwingend notwendig, um “Google Arts & Culture” und die Funktionen nutzen zu können
  • Für den Einsatz im Unterricht muss eine stabile Internetverbindung möglich sein.
  • Teilweise müssen die von Google kuratierten Online-Ausstellungen erst mit dem Google-Übersetzer ins Deutsche übertragen werden. Hier sollte die Lehrperson auch darauf achten, dass die „Geschichten“ altersgerecht vermittelt werden und ggf. Fachbegriffe klären.

Youtube

https://youtu.be/fqXy2Q8mRQg