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Hier malt man nicht mit Stiften, sondern mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen

Ganz im Stile der konkreten Poesie wird auf http://tholman.com/texter/ die Sprache nicht nur zum Medium sondern auch zum Gestaltungsmittel. Ähnlich wie bei dem Programm "Paint" lassen sich hier Linien freihand zeichnen. Auch Farbe und Stärke lassen sich auswählen. Allerdings wird hier nicht mit einem Stift gemalt, sondern mit einzelnen Buchstaben, Wörten oder Sätzen. So lassen sich Text und Bild miteinander kombinieren. Sprachlicher Sinn und auch Unsinn lassen sich so kreativ zu einer Text-Bild-Kombination verschmelzen und Schülerinnen und Schüler lernen, mit Texten und ihrer äußeren Gestaltung zu experimentieren. Bevor die Schüler loslegen können, sollten Lehrkräfte ihnen eine kurze Einführung in die technische Handhabung des Tools geben. Die Steuerung ist zwar nicht schwer, aber nicht unbedingt intuitiv und sollte daher noch einmal erklärt werden. Das Tool eignet sich für den handlungs- und produktionsorientieren Literaturunterricht und bietet insbesondere für den Lyrikunterricht großes Potential. So ließen sich beispielsweise Gedichte in Zeichnungen umsetzen, um deren Sinn zu erschließen oder die eigene, subjektive Lesart zu visualisieren sowie eigene Gedichte nach dem Muster der konkreten Poesie zu erstellen. Das Tool ist kostenlos und erfordert keine Registrierung.